Von Plinius gefeiert, von Cäsar geliebt, wurde dieser alte Wein aus dem Gebiet der Stadt Messina in den letzten Jahren dank der geduldigen Arbeit kleiner örtlicher Winzer wiederentdeckt und aufgewertet
Jeder Erfolg verdient seinen Wein. Zur Feier seines Konsulats wählte Gaius Julius Cäsar den sizilianischen Mamertino. Die Wurzeln des Mamertino – eines der ältesten Weine der Geschichte – liegen im Gebiet von Milazzo, genau in der heutigen Provinz Messina. Tiefe Wurzeln, die bis ins Jahr 289 v. Chr. zurückreichen, als die Mamertiner, Söldnersoldaten aus Kampanien, berühmt dafür, eine führende Rolle beim Ausbruch des ersten Punischen Krieges gespielt zu haben, nach dem Tod des Tyrannen Agathokles von Syrakus Messina hinterlistig eroberten und die Stadt von einem landwirtschaftlichen und Handelszentrum zu einer Basis für ihre Piratenzüge machten.

Ein Gebiet, das der Provinz Messina, besonders gut für den Weinanbau geeignet ist, dank des warmen Mittelmeerklimas, das stets von Meeresbrisen gemildert wird, und hügeligen Böden zwischen 100 und 350 Metern Höhe, überwiegend lehmig und mit vulkanischen Gesteinen, sehr geeignet für den Anbau roter Rebsorten.
Trotz des besonders günstigen Bodens für die Weinherstellung und seines Erfolgs in der Antike – Strabon zählte den Mamertino zu den besten Weinen seiner Zeit, während Plinius ihn unter 195 damals bekannten Weinen an vierter Stelle einordnete – drohte dieser Wein aus der sizilianischen Weinlandschaft zu verschwinden. Heute sind seine Anbauflächen auf wenige Hektar geschrumpft.
Im September 2004 wurde die Herkunftsbezeichnung Mamertino di Milazzo DOC geschaffen, die sich über 31 Gemeinden der Provinz Messina erstreckt und 6 Rebsorten umfasst: vier weiße – Grillo, Inzolia und Catarratto – und zwei rote – Nocera und Nero d’Avola. Aber den entscheidenden Beitrag leisteten die kleinen örtlichen Erzeugerinnen und Erzeuger, unter ihnen Vigna Nica, die 2019 den Verband Doc Mamertino (ADM) gründeten und so ein Netzwerk bildeten. Es handelt sich um kleine Familienbetriebe mit durchschnittlich 3 bis 4 Hektar pro Betrieb und einer jährlichen Gesamtproduktion von etwa 100.000 Flaschen. Familien, die mit ihrer geduldigen und heldenhaften Arbeit den Mamertino (endlich) wieder ins Zentrum der weinkundlichen Berichterstattung rückten.

