Gesellschaft mit gesellschaftlichem Nutzen als neues Modell für die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft?

von/ durch Corrado Paternò Castello

Veröffentlichungsdatum: 19. Oktober 2021

Die Gemeinwohlgesellschaft als Modell für die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft: eine Chance, soziale und ökologische Ziele gemeinsam mit wirtschaftlichen zu verfolgen.

Die Gemeinwohlgesellschaft ist eine Qualifikation, die durch das Stabilitätsgesetz 2016 eingeführt wurde (Art. 1, Absätze 376-384, Gesetz Nr. 208 vom 28. Dezember 2015). Mit diesem Modell können Unternehmen traditionelle Gewinnziele zusammen mit sozialen und ökologischen Zielen verfolgen.

Dies ist kein „äußerliches“ Engagement zum Kerngeschäft des Unternehmens oder eine bloße Handhabung von Umwelt- und Sozialfolgen durch Ansätze der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung (CSR). Es handelt sich um einen strengen und formellen Ansatz, durch den eine Organisation in ihrer Satzung die sozialen und ökologischen Ziele verankert, die sie erreichen will und die im Mittelpunkt ihres Geschäftsmodells stehen.

Eine Gemeinwohlgesellschaft ist daher dazu aufgerufen, verantwortungsvoll zu handeln, das heißt ihre Auswirkungen und Folgewirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sorgfältig zu steuern, aber auch sozialen Wert zu schaffen durch eine klare und vorausschauende Planung ihrer „Gemeinwohlaktivitäten“.

Ein Beispiel dafür, wie eine Gemeinwohlgesellschaft ihre Ziele definiert und Wege zu deren Erreichung festlegt, ist die Impact Map von Boniviri.

Gemeinwohlgesellschaften sind zudem verpflichtet, ihre Leistungen in Bezug auf die erzielten Ergebnisse und ihre Auswirkungen zu berichten.

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