18. März 2025
Italienische Mandeln zu finden wird immer schwieriger, zum Nachteil einer verantwortungsvolleren heimischen Produktion im Vergleich zur ausländischen. Hier sind die Ursachen und Lösungen.
Das günstige Klima, die lange landwirtschaftliche und kulinarische Tradition rund um dieses Produkt machen Italien zu einem der führenden Länder im Mandelanbau. Sizilien und Apulien stechen unter den Regionen hervor, in denen der Mandelanbau am stärksten konzentriert ist, mit zahlreichen Ökotypen und Sorten, deren Früchte reich an Geschmack und Duft sind. Zu den wertvollsten Sorten gehört die Pizzuta di Avola, bekannt für ihr intensives Aroma und die spitze Form, von der sie ihren Namen hat.
Zwischen 2013 und 2024 stieg die Mandelproduktion in Italien von 75.300 auf 84.600 Tonnen jährlich, während die Anbaufläche von 54.400 auf 55.500 Hektar zunahm.
Trotz einer wachsenden Produktion und einer Vergrößerung der für diesen Anbau genutzten Flächen sind italienische Mandeln nicht so leicht zu finden: Im Lebensmitteleinzelhandel dominiert Kalifornien, was die Wahl lokaler Lieferketten erschwert und Auswirkungen hat, die weit über den italienischen Supermarkt hinausgehen, in dem die Mandeln gekauft werden.
HERGESTELLT IN DEN USA
Die allgegenwärtige Präsenz kalifornischer Mandeln auf dem italienischen Markt erklärt sich schnell: Die Vereinigten Staaten sind derzeit der weltweit größte Produzent, wobei Kalifornien allein 80 % der Produktion abdeckt. 50 % gelangen in die europäischen Regale, wo sie sich durch einen Preiskampf gegen die heimischen Produktionen durchsetzen, die auf Qualität und verantwortungsvollere Anbaumethoden setzen.
Der Preis wird von denen bestimmt, die den Markt kontrollieren, und im Fall der Mandeln macht die dichte Produktion kalifornischer Mandeln und deren Ankunft in großen Mengen in Europa und Italien die italienische Mandel faktisch zu einem Randprodukt, das seinerseits für ausländische Märkte bestimmt ist. Angesichts dieses erbarmungslosen Wettbewerbs wird es für viele landwirtschaftliche Betriebe immer schwieriger, sich zu behaupten und die Anlagen in Betrieb zu halten, und viele erwägen die Rodung.

